K11

KUNSTBUNKER in BERLIN

AUSSTELLUNG l KOMMENDE

Unterirdisch - Überirdisch

Künstlerinnengruppe_K11



Wir sind beeindruckt von der Wandlung, die sich in diesem Bunker, einem Zeugen des zweiten Weltkrieges,  vollzogen hat. Inspiriert von der Geschichte des Gebäudes gaben wir unserer Ausstellung den Titel „Unterirdisch - Überirdisch“. In unserer Gruppe verbinden sich sehr unterschiedliche Positionen.  



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Christine Geiszler interessiert sich für die Sinnlichkeit und Farbigkeit von grauen Bleistiftflächen. In ihrem konzeptuellen Ansatz ist es ein spannender Prozess, mit Grautönen unterschiedliche Farbtöne zu erzeugen, Schwere und Leichtigkeit, Dichte und Transparenz, Ruhe und Bewegung, Geschlossenheit und Offenheit. Es geht ihr auch um Reduktion auf das Wesentliche. Ihre Arbeiten rufen gerade danach, mit dem Grau des Bunkers in einen Dialog zutreten


Bei Pedra Guiness arbeitet auf gefundenen Holzplatten, die mit ihren Gebrauchsspuren eine Historie mitbringen. Poetische Kohlezeichnungen vegetativer Strukturen werden durch viele Lasuren abstrakter Farbflächen aus Beize, Acryl und schwarzem Lack  mit einem Schleier überzogen, dessen Oberfläche daraufhin wieder mit schwerem Gerät aufgebrochen wird. Daraus entsteht schichtenweise  eine neue Geschichte von Wachstum und Veränderung. Die Arbeit „Mischgewächs“ wird durch ihren materiellen Charakter eine gute Verbindung zum Bunkerraum mit seinen historischen Wänden eingehen. Die verschiedenen Bildebenen der vegetativen und gleichzeitig wolken- und nebelhaften Anmutung öffnen dem Betrachter einen Raum zwischen den festgelegten Welten. 


Claudia Hohrein interessieren Oberflächenstrukturen anorganischer meist metallischer Objekte, die einem sichtbaren Verfallsprozess unterliegen. Das Hauptanliegen besteht darin, in altmeisterlicher Technik und purer Malerei eine Momentaufnahme im Zerfallsprozess darzustellen. Die Bilder zeigen eine stark abstrahierte Inszenierung technischer Bauteile in Abschnitten oder großen Ausschnitten, die entweder in verschiedenen Netzstrukturen gefangen oder zu Skulpturenensemble in sogenannte   „lost objects“ verortet sind. Die ursprünglich schweren Objekte scheinen dabei mit großer Leichtigkeit in verschiedenen Sphären zu schweben.   


 

Ursula Kornfeld beschäftigt sich mit ihrer unmittelbaren Umgebung (zu Hause und auf Reisen) und den Veränderungen, die ein vertrautes Umfeld im Verlauf der Zeit durchlebt. Ihr geht es darum, an Orten, an denen wir oft achtlos vorübergehen, innezuhalten, genau hinzusehen und so Neues zu entdecken. Das gilt für sie auch für den Ort, an dem sie ausstellt und den sie künstlerisch mit einbezieht. Sie möchte mit dieser Ausstellung mit dazu beitragen, den Bunker mit der Kunst ans Licht zu bringen und damit einen Beitrag zu seiner fortschreitenden Veränderung zu leisten. 


Bei Vera Lang spielt Wasser eine wichtige Rolle. Fließendes Wasser ist für sie eine Metapher für Zeit, für Vergänglichkeit und für Leben mit seinen Gegensätzen. Das lange Format, mit dem sie arbeitet, unterstützt diese Bewegung. Bei ihr ist alles im Fluss und bildet einen Gegensatz zu den dicken starren Mauern des Bunkers. Sie reizt an dieser Ausstellung, daran beteiligt zu sein, dem geschichtsträchtigen Bunker aus seiner unterirdischen Versenkung zu holen und ihm neues Leben einzuhauchen.


Anett Münnich entführt uns in Wälder, die wir zu kennen glauben, die wir aber so noch nie gesehen haben und die sich als surreal verschachtelte Räume entpuppen.  In diesen Wäldern feiert die Natur sich selbst, unter- und überirdische Räume sind eng miteinander verflochten.  Es ist auch nicht möglich, sich in ihnen zu verirren, weil es in jedem Bild ein Licht gibt, dem wir folgen können, wenn wir das wollen. 


Inna Perkas ist eine abstrakt arbeitende konzeptuelle Künstlerin. Sie beschäftigt sich mit der Übersetzung von Emotionen in die Sprache der Kunst. Jede ihrer Arbeiten besteht aus 10 Teilen, wobei die ersten 9 auch jede für sich stehen kann und die Zehnte  ein Protokoll der 9 darstellt. In der Ausstellung wird sie Arbeiten zum Thema Regen und Erde zeigen, wobei für sie der Regen eine Verbindung zwischen Himmel und Erde darstellt, eine Verbindung zwischen Unter- und Überirdischem.


Marty Sander beschäftigt sich mit Spuren der Vergangenheit. Sie entwickelt ihre Arbeiten aus  Erinnerungstücken (z.B. Fotoalben und Postkarten, die sie auf Flohmärkten findet), mal von Ruinen, verlassenen Gebäuden und Landstrichen.  Das Erlebte, das was nicht (mehr) sichtbar ist - das ‘Unterirdische’ - inspiriert sie zu ihren Collagen mit Zeichnung und Scherenschnitt.  Ihre Arbeiten bestechen durch die ungewöhnliche Zusammenstellung der Materialen, von Plexiglas über Holz zu Pappe und Papier.


Christa Schlemminger arbeitet mit Kreidepastell auf Leinwand. Ihre Arbeitsweise ist abstrakt und intuitiv. Es gibt keinen vorgefertigten Plan. Sie setzt vielmehr ihre Intuition ein und erzeugt damit eine besondere Wirkung. Zum Teil sind ihre Farben in einer pudrig - weichen Konsistenz aufgetragen, dann wieder dick übereinander gelagert. Ihre Bilder erscheinen suggestiv und emotional.


Bei Ulrike Schmelter stehen Wasser- und Wolkenlandschaften im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Wasser- und Wolkenlandschaften stehen im Zentrum meines künstlerischen Schaffens. Dabei bestechen ihre Bilder durch ihre „eigene Perspektive“ – sie nimmt den Betrachter wie ein Passagier mit hoch in die Luft oder taucht von oben tief hinein in die Farbigkeit des Meeres. Eine Ausstellung unterirdisch im Kunstbunker der in Malerei umgesetzten beiden Elemente Luft und Wasser ist für mich thematisch nicht nur äußerst reizvoll, sondern geradezu perfekt!


Bei Su Weiss stehen sich rudimentäre architektonische Formen Strukturen, die uns aus der Natur vertraut sind, gegenüber bzw. verflechten sich miteinander. Sie lädt uns ein in einen Bildraum, der sowohl vertraut als auch unbekannt erscheint.  In einem mehrstufigen Arbeitsprozess verdichten sich Komposition und Farbwirkung im Wechselspiel von Licht und Schatten. Ihre Malerei bewegt sich zwischen erkennbarer Realität und Abstraktion und lädt uns Betrachter/innen in einen Bildraum ein, der sowohl vertraut als auch unbekannt erscheint. 


Marlies Ziemke geht es um Menschen, deren emotionaler Ausdruck sie berührt und den sie mit starken Farben einfängt.  Sie verbindet das Porträt mit ornamentalen Strukturen, die den Ausdruck der Porträtierten verstärken und einen Blick hinter die Fassade ermöglichen. Ihre Malerei wirkt locker-expressiv. Bei ihren meist weiblichen Figuren interessiert sie der gefühlsmäßig aufgeladene Grenzbereich zwischen moderner emanzipierter Weiblichkeit und Romantik, im weitesten Sinne weiblicher Sensitivität.  Ihr in der Ausstellung gezeigtes Porträt zeigt eine Frau, die sich auf einer Bahnfahrt befindet, wobei die Bahn eine Metapher für das Leben mit seinen Höhen und Tiefen darstellt. Die rosafarbene Blüte verstärkt ihren verträumten Blick. Die Malerei  von Marlies Ziemke wirkt locker-expressiv. 

Künstler*Innen


Künstlerinnengruppe_K11



Dauer


6. November - 6. Dezember 2019



Öffnungszeiten


Mo - Sa, 11:00 - 19:00 (Sonn- und Feiertage geschlossen)



Vernissage  Mi, 06. 11. 2019, 19:00

Einführung Uliane Borchert/ Künstlerin, Galeristin 


Finissage  Fr, 06. 12. 2019, 19:00

mit Art-Speeddating



Weitere Programm zur Ausstellung


Fr, 8. 11. 20:00 Dorle Ferber: 

Performance mit Stimme, Violine, Klangobjekten

19.30-20 Uhr Führung durch die Ausstellung


Di, 12. 11. 20:00 Britzi Brigitte Abraham (Gesang) und Thomas Rost (Klavier). Chansons von Friedrich Holländer bis Georg Kreisler. 

19.30-20 Uhr Führung durch die Ausstellung


Do, 28. 11. 20:00 Frauenblasorchester Berlin (mit der Dirigentin Astrid Graf): Ein Ort, an dem es ganz unterschiedliche Frauen schaffen, gemeinsam etwas Großartiges auf die Bühnen stellen.   

19.30-20 Uhr Führung durch die Ausstellung

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